Pfiffig und gewitzt stand sie da am 20. Februar 2009 in der Bibliothek, diese kleine dunkelhaarige Frau mit viel Charme und Ausstrahlung. 

 

Nicht Dona  Generosa, nein, Katja Alves, eine gebürtige Portugiesin und Gute-Morgen-Geschichtenschreiberin für Radio DRS 1.  Sie scherzte und lachte und verbreitete gute Laune.  

Unterdessen installierte Daniel Müller, ihr ad-hoc- Illustrator, seine riesige weisse Blättertafel. Herr Frey, der Herausgeber vom Huber-Verlag, hatte es sich nicht nehmen lassen, am Anlass persönlich teilzunehmen.  

 

Nach einer humorvollen und originellen Einführung und starker Betonung, wie wichtig doch Sponsoren seien, liess er Katja Alves endlich beginnen. Der Bibliotheksraum war sehr gut gefüllt, und noch mehr Leute hätten sicherlich die Atmosphäre geschmälert. So war es genau richtig mit der Anzahl, und durch die Treppenstufen im hinteren Teil hatten die Zuschauer gute Sicht auf Daniel Müller, der wie von Zauberhand geleitet Strich um Strich auf die unberührte weisse Fläche setzte. 

 

Was wird es geben? Aha! Wau, das ist aber super gelungen! Alle waren beeindruckt.  

Wenige Striche, aber das Wesentliche getroffen. Die kleine, pummelige Portugiesin Dona Generosa wurde liebenswert dargestellt und niemand konnte ihr ernsthaft böse sein, auch wenn sie ihre Bauernschläue oft genug für kleinere „Linkereien“ einsetzte. Sie war eben Dona Generosa, über deren alltägliche „Katastrophen“ und die portugiesische Alltagskultur uns Katja Alves in relativ einfacher, aber gezielter Sprache berichtete.  

 

Kein Wort zu viel, keines zu wenig – ein Genuss zum Zuhören! 

Und eben, nicht nur die Ohren wurden bedient, sondern das Ganze wurde absolut genial simultan zum Gehörten visuell durch Daniel Müller dargestellt. Am Schluss verschenkte er die Cartoons. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Leider dauerte die ganze Lesung nur etwa eine Stunde.  

 

Viele blieben aber noch gut gelaunt zu Knabberzeug und einem guten Glas Portwein! 

 

Rosi Roeschli für WuK 

    Dona Generosa – würzige Geschichten aus dem Alltag in der Bibliothek Wängi – 20. Februar 2009