Wer am Freitagabend zu Gast im Neuhaus war, konnte ein Musikkabarett der besonderen Art miterleben. Weniger Egli präsentierten ihr neues Programm „Irgendwenn“, das vom Anfang bis zum Schluss ein echtes Vergnügen war, witzig, manchmal bissig und immer tiefgründig. Voll aus dem Leben gegriffene Texte wurden sehr gekonnt musikalisch umgesetzt mit Gesang, Gitarre und Akustikbass.  

Die Anregungen zu den Liedtexten finden Daniel Weniger und Wolfgang Egli in der Warteschlange beim Einkaufen, beim Spaziergang oder vor der eigenen Haustüre. Es kommt vor, dass man sich ertappt fühlt, wenn die Beiden eine Alltagssituation besingen.  An welcher Kasse kommt man wohl am schnellsten vorwärts? Es kommt nicht nur darauf an, wieviele Leute anstehen, auch die Füllmenge der Einkaufswagen spielt eine Rolle und auch, ob die Verkäuferin effizient arbeitet. Erfreut konstatiert man dann, dass die Schlange nebenan langsamer vorwärts kommt, bis man selber an der Reihe ist und die Kassierin darauf aufmerksam macht, dass die Bananen nicht gewogen sind. 

Manchmal bleibt einem aber das Lachen im Hals stecken, etwa wenn Weniger Egli davon singen, wie alles wieder nachwächst, z.B. die Luft, wenn sie verbraucht ist, das Meer, wenn es leer ist und überhaupt die ganze Erde, wenn sie von uns total verschlissen ist.  

Weniger Egli sorgten für beste Stimmung beim Publikum und hinterlassen mit ihren Mundartliedern sicher einen nachhaltigen Eindruck. 

 

WuK - Wängi und Kultur 

Theres Scheiwiller 

 

www.wenigeregli.ch 

    Weniger Egli – «Irgendwenn» – 03. November 2017